Hochfliegende Fasanen:
Klassische Flinten für die Niederwildjagd

Seit ihrer Gründung im Jahre 1898 steht die Merkel Jagdmanufaktur in Suhl für edle Flinten mit charakteristischen Gravuren, gefertigt mit großer Handwerkskunst. In Zusammenarbeit mit dem britischen Schießlehrer und Flintenspezialisten Michael Yardley hat die Traditionsfirma nun eine eigene Linie von Doppelflinten entwickelt – speziell für die Fasanenjagd.

Michael Yardley und Merkel – das ist eine Verbindung, die schon Jahrzehnte zurückreicht. Der Engländer erzählt: „Mit 16 Jahren hatte ich in London meine erste Begegnung mit Merkel. Der Büchsenmacher in unserer Straße hatte immer ein Merkel-Meisterstück im Regal. Er sprach von dem Gewehr mit großem Respekt – und in den höchsten Tönen.“ Diese „German guns“ müssten den Vergleich mit britischen Preziosen aus London oder Birmingham nicht scheuen.

Die Leidenschaft für die Jagd und insbesondere für die Gewehre von Merkel ist Yardley geblieben – und unlängst bei einem Besuch der Merkel Jagdgewehrmanufaktur noch einmal verstärkt worden. „Diese typisch deutsche Kombination aus Hightech und Handwerkskunst, die ich im Suhler Werk sah, hat mich zutiefst beeindruckt. So viel ist klar: Die Qualität der Gewehrläufe von Merkel und die technische Ausführung der Waffen sind nur schwer zu übertreffen.“

Die Idee lag auf der Hand: ein gemeinsames Projekt, das „Made in Germany“ mit britischer Jagdkultur verbindet. Über diese weiß Yardley Erstaunliches zu berichten: „Interessanterweise ist in Vergessenheit geraten, dass es die Deutschen waren, die als erste mit der Federwild-Drückjagd begannen. Prinz Albert, Gemahl von Königin Victora, holte sie 1840 ins Vereinigte Königreich. Dort reagierte man zunächst gar nicht begeistert – eher mit Hohn und Spott. Heute ist sie jedoch Teil unserer jagdlichen Tradition.“ Mit der Kooperation belebt Merkel nun diesen Kulturaustausch.

Die neue Flinten-Linie trägt den Namen Merkel Classic Sporting Range. Es wurden dafür bewusst nicht die typischen Suhler Böcke, sondern die Merkel-Doppelflinten mit Seitenschlossen ausgewählt. Yardley: „Querwaffen sind nicht nur very british. Merkel Querwaffen sind obendrein sehr robust, leichter als Bockgewehre und schneller nachzuladen.“

Fasanenjagd auf der britischen Inseln ist eine besondere Veranstaltung – ein Volkssport, wenn auch einer für Leute mit Geld. In der Regel wird dabei besonders hoch und steil geschossen. Die Flinten haben 760 mm lange Läufe und sind speziell geschäftet für die Anforderungen der Fasanenjagd. Made in Germany hat dabei besonderes Gewicht: Geschossen wird mit starker Ladung auf größere Distanzen und nicht selten 300 bis 400 Mal an einem Jagdtag. Yardley: „Ein Gewehr wird dabei stark beansprucht. Die Merkel-Flinten zeigen hier nicht zuletzt durch die Mehrfach-Verriegelung und den Greener-Verschluss Stärke.“ Yardley schwört zudem auf die Abzugsqualität der Suhler Seitenschlosse und ihre kurzen Schussentwicklungszeiten für den anspruchsvollen Flintenschuss. Insgesamt: das Gewehr muss in dieser Premiumklasse der britischen Gesellschaftsjagd nicht nur gut aussehen, sondern auch ungeheuer zuverlässig und präzise arbeiten.

In der edelsten Ausführung wird die Flinte von der Jagdgewehrmanufaktur als „High Pheasant“ im Kaliber 12/76 und mit langen 760 mm Läufen gefertigt. Die klassische Variante nennt sich „Classic 20“ und hat das Kaliber 20/76 mit 760mm langen Läufen und klassischer Arabeskengravur. Die „Special 28“ schließlich im Kaliber 28/70 komplettiert das Sortiment – sie hat Jagdgravuren, ebenfalls lange Läufe, jedoch einen Pistolengriff mit spezieller Fischhaut und ohne Backe.